Mit Social Media aufwachsen – Lecture
Künstlerin und Filmemacherin Lauren Greenfield über Kultur, Identität und Aufwachsen im digitalen Zeitalter
Was passiert, wenn Likes, Vergleiche und soziale Medien unser Selbstbild prägen? Einen Tag nach der Eröffnung ihrer neuen Ausstellung Social Studies gibt die Fotografin und Emmy-nominierte Filmemacherin Lauren Greenfield in einer Lecture Einblicke in ihre Arbeit, ihre Motivation sowie die Themen, die ihre künstlerische Praxis geprägt haben.
Seit Jahrzehnten untersucht Greenfield, wie Kultur und Medien unsere Vorstellungen von Schönheit, Erfolg und Identität prägen. Von Fast Forward: Growing Up in the Shadow of Hollywood über Girl Culture und Generation Wealth bis zu Social Studies richtet sie ihren Blick darauf, wie sich diese Phänomene auf junge Menschen auswirken.
In ihrem aktuellen Langzeitprojekt Social Studies untersucht sie mit einem radikalen Experiment, was es bedeutet, im digitalen Zeitalter aufzuwachsen. Über ein Jahr hinweg begleitete sie eine Gruppe von Jugendlichen aus Los Angeles, die ihr Leben und ihre digitalen Welten teilten: Feeds, Chat-Nachrichten, Fotos und Posts, die ihre Eltern nie zu Gesicht bekommen haben.
Bei der Lecture spricht Greenfield über die Geschichten und Begegnungen hinter ihren Arbeiten sowie über die Entstehung von Social Studies.
Nach dem Q&A, bei dem auch Ella, eine der Protagonistinnen des Projekts, dabei ist, besteht die Möglichkeit, Bücher von Lauren Greenfield zu erwerben und von der Künstlerin signieren zu lassen.
Über die Künstlerin
Lauren Greenfield studierte visuelle Anthropologie an der Harvard-Universität und hat drei Jahrzehnte lang die amerikanische Konsumkultur, Jugend und Geschlechterrollen durch Fotografie, Dokumentarfilme und Werbung dokumentiert. Die New York Times nannte sie „Amerikas bedeutendste visuelle Chronistin der Plutokratie“.
Zu ihren sechs Dokumentarfilmen gehören unter anderem THIN (2006, HBO), The Queen of Versailles (Sundance-Regiepreis, U.S. Documentary, 2012), Generation Wealth (Sundance-Premiere, Amazon Studios, 2018), The Kingmaker (Filmfestspiele Venedig, Showtime, 2019) und die fünfteilige Serie Social Studies (FX / Disney+, 2024). Folgende Fotobücher hat sie veröffentlicht: Fast Forward (Knopf, 1997), Girl Culture (Chronicle, 2002), THIN (Chronicle, 2006), Generation Wealth (Phaidon, 2017) und The Queen of Versailles: An American Allegory (Lannoo, Oktober 2026).
Greenfields Fotos befinden sich in den Sammlungen renommierter Museen, darunter das J. Paul Getty Museum, das Los Angeles County Museum of Art, das San Francisco Museum of Modern Art, das Art Institute of Chicago, die National Gallery of Art, die Smithsonian National Portrait Gallery, das Museum of Fine Arts Houston, das International Center of Photography und die Harvard Art Museums.
Neben ihrer Arbeit als Fotografin und Filmemacherin hat Greenfield auch preisgekrönte Werbekampagnen inszeniert. Die Kampagne „#LikeAGirl“ für Always gewann den Film-Grand-Prix bei den Cannes Lions und einen Emmy für die beste Werbung. Damit ist Greenfield die erste Frau, die Ad Age als „meistausgezeichnete Regisseurin“ nannte. Ihr meistgesehener Film, The Queen of Versailles, inspirierte kürzlich ein Broadway-Musical und ist Thema ihres neuesten Buches The Queen of Versailles: An American Allegory (Lannoo, Oktober 2026). Es untersucht die Geschichte eines Milliardärspaars, das Amerikas größtes Haus baute als Prolog zur Trump-Ära.
Hinweis
Während der Veranstaltung werden Foto-, Video- und Tonaufnahmen gemacht, die für Marketing- und Kommunikationszwecke (u. a. Social Media, Website, Presse und Printmaterialien) verwendet werden können. Mit dem Besuch der Veranstaltung erklärst du dich mit der möglichen Veröffentlichung und Nutzung dieser Aufnahmen einverstanden.
Solltest du nicht fotografiert oder gefilmt werden wollen, wende dich bitte vor Ort direkt an unser Team bzw. den Host.