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Nikita Teryoshin

Blitzfotografie eines Tigers, fotografiert von oben in ein Gehege

Bildquelle: From the series Life Sentence, 2022 – ongoing © Nikita Teryoshin

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist seit Jahrhunderten von Projektion und Nutzbarmachung geprägt. In der Ausstellung Life Sentence, zu sehen vom 21. Januar bis 23. März bei Fotografiska Berlin, richtet der Fotograf Nikita Teryoshin seinen Blick auf Zoos — Orte, deren Entstehungsgeschichte eng mit der kolonialen Vergangenheit Europas verknüpft ist.

Der Zoo ist in Teryoshins Bildern ein künstliches Gefüge, in dem Natur lediglich simuliert wird. Die Tiere erscheinen oft isoliert, entfremdet von jeder natürlichen Umgebung, gefangen in geometrischen, metallischen und betonierten Strukturen. Ihre Körper werden von den künstlichen Räumen dominiert, ihre Blicke wirken auf etwas gerichtet, das außerhalb dieser Räume liegt und für sie unerreichbar bleibt. So wird die Architektur der Zoos selbst zur visuellen Metapher für Gefangenschaft und Inszenierung.

Immer wieder geraten auch die Besucher*innen ins Bild. Sie machen die asymmetrische Beziehung zwischen Betrachtenden und Betrachteten sichtbar. Aus dieser Spannung speist sich die verstörende Wirkung der Serie. Manche Bilder wirken still, fast leblos. Andere irritieren durch eine Absurdität, die aber nie witzig ist. Vielmehr zwingt sie die Zuschauer*innen dazu, die eigene Rolle des Menschen zu reflektieren.