BACKJUMPS Magazine 1994–2000
Talk über die Berliner Graffiti-Szene der 1990er und die prägende Wirkung des Magazins
Bildquelle: © BACKJUMPS
Das BACKJUMPS Magazin gilt als eine der wichtigsten Publikationen zur Dokumentation der Graffiti- und Urban-Art-Szene in Berlin der 1990er-Jahre. Mit diesem Talk kommen Zeitzeugen und Macher zusammen, um über die Entstehungsgeschichte, den kulturellen Kontext und die Relevanz des Magazins damals wie heute zu sprechen.
Seit jeher versteht es sich als Insider-Plattform, die Graffiti-Writing nicht nur dokumentiert, sondern den Diskurs aktiv mitgestaltet. Im Kontext von Shepard Faireys Ausstellung Photo Synthesis beleuchtet das Gespräch den kulturellen Rahmen des Berliner Graffiti der 1990er-Jahre und fragt, wie Dokumentation, Fotografie und unabhängige Publikationen der Szene Sichtbarkeit verliehen haben.
Im Fokus steht BACKJUMPS als bewusster Eingriff: Wie Bilder und Texte genutzt wurden, um Haltung zu zeigen, Debatten anzustoßen und das Selbstverständigung des Writing nachhaltig zu prägen.
Gleichzeitig diskutiert Prof. Lukas Feireiss (Architekturtheoretiker, Autor & Kurator) mit den Gästen, warum genau diese Form innerszenischen künstlerischen Aktivismus heute aktueller ist denn je.
MIT FOLGENDEN GÄSTEN
• Adrian Nabi (Herausgeber & Kurator)
• Christian Voss (Writer, Editor & Szenekenner)
• Ruediger Glatz (Künstler, Fotograf, Verleger & Mitgründer von MONTANA CANS)
• Manuel Osterholt (Künstler, Designer und Kurator)
MODERATION
• Prof. Lukas Feireiss (Architekturtheoretiker, Autor & Kurator)
ÜBER BACKJUMPS
BACKJUMPS war ein international ausgerichtetes Graffiti-Magazin, das zwischen 1994 und 2000 erschien und von Adrian Nabi herausgegeben wurde. Das Magazin verstand sich nicht nur als dokumentarisches Medium, sondern als innerszenische Plattform, die den Diskurs über Stylewriting und Haltung aktiv mitgestaltete. Durch die Verbindung von Fotografie, Text und künstlerischer Positionierung trug BACKJUMPS maßgeblich zur Sichtbarkeit und Selbstreflexion der internationalen Graffiti-Szene bei. Die Diskussion bei Fotografiska Berlin beleuchtet BACKJUMPS als bewusstes kulturelles Eingreifen und fragt nach der Wirkung von Medien auf die Entwicklung von Writing – damals wie heute.