Wie KI die Pressefreiheit und das dokumentarische Arbeiten gefährdet
Präsentiert von Reporter ohne Grenzen
Bildquelle: Kabul, Afghanistan, 1996 © James Nachtwey Archive, Hood Museum of Art Dartmouth
In diesem Gespräch diskutieren Monika Ilves, Co-Direktorin des Institute of Electronic Business, Sören Kittel, Medien- und PR-Referent bei Reporter ohne Grenzen, Peter Schink, Chefredakteur der Berliner Morgenpost, sowie der renommierte Fotojournalist Sergey Ponomarev die Gefahren von KI in der Konfliktberichterstattung.
Wie werden Bilder und Informationen manipuliert? Wodurch werden Quellen enttarnt und Journalist*innen gefährdet? Anhand realer Beispiele zeigt das Gespräch, welche Risiken für Pressefreiheit, visuelle Wahrheit und ethischen Journalismus entstehen, wenn Technologien ohne ausreichende Verantwortung eingesetzt werden.
Der Talk findet auf Englisch statt. Mit deinem Ticket kannst du am Veranstaltungstag alle Ausstellungen besuchen.
ÜBER DIE MODERATORIN
Monika Ilves ist als Beisitzerin im Vorstand von D64 - Zentrum für digitalen Fortschritt e. V. mit verschiedenen Zukünften und den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung beschäftigt. Sie begleitete aus D64-Sicht die Erstellung des Code of Conduct KI für die Zivilgesellschaft, welches von ca. 190 Organisationen unterstützt wird. Als Co-Direktorin des Institute of Electronic Business e.V. (An-Institut UdK) baut Monika Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere im Rahmen von strategischen Konzepten und praktischen KI-Projekten.
ÜBER DIE SPEAKER
Peter Schink
Peter Schink ist Chefredakteur der Berliner Morgenpost und ein Experte für die digitale Transformation von Journalismus und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Redaktionen. Er studierte Journalistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und absolvierte die Deutsche Journalistenschule. Über Die Netzeitung, Die Welt und T-Online kam er zu Funke, wo er die KI-Richtlinien entwickelte und unterrichtet zudem zu Themen wie Künstliche Intelligenz im Journalismus und „Vibe Coding“.
Sören Kittel
Sören Kittel studierte Südostasienwissenschaften, volontierte bei der Axel Springer Akademie und schrieb für Berliner Morgenpost und Die Welt. Nach einem Jahr als freier Korrespondent in Seoul schrieb er ein Buch über Südkorea, dann eines über Indonesien. Zwischen Januar 2021 und Oktober 2024 arbeitet er für die Berliner Zeitung als Lokalchef und begann im Januar 2026 bei Reporter ohne Grenzen als Pressereferent für Asien&Pazifik sowie Künstliche Intelligenz.
Sergey Ponomarev
Sergey Ponomarev ist ein preisgekrönter internationaler Fotojournalist mit über 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung von Eilmeldungen, Kriegen und Konflikten, Sport und Politik. Seit Beginn seiner freiberuflichen Karriere im Jahr 2012 arbeitet er hauptsächlich für die New York Times sowie für weitere Publikationen wie Paris Match, Volkskrant, Stern und Figaro Magazine. Sein Fokus lag von Anfang an auf der Entwicklung eines einzigartigen Stils und Ansatzes sowie der Weiterentwicklung visueller Erzähltechniken. 2016 war er Teil des Teams der New York Times, das mit der Pulitzer-Auszeichnung für die Berichterstattung über die Ankunft von über einer Million Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika in Westeuropa und Nordeuropa ausgezeichnet wurde. Sergey erhielt unter anderem die Robert Capa Gold Medal und drei World Press Photo Awards. Das sagt James Nachtwey über ihn: „Sergeys visuelle Wahrnehmung operiert auf sehr hohem Niveau. Er hat die Fähigkeit, das, was er wahrnimmt, auf überzeugende, komplexe Weise zu organisieren und dabei das gesamte Spektrum fotografischer Ausdrucksmöglichkeiten meisterhaft einzusetzen.“