Live-Performance: Poetry Meets
Ein Abend voller Live-Musik, Poesie und Film – präsentiert von einem reinen Frauen-Line-up
Bildquelle: © Marc Meinke
Poetry Meets wurde 2014 von der Künstlerin Jumoke Adeyanju gegründet. Seitdem bringt sie damit eine mehrsprachige, genreübergreifende Community zusammen, die Dichter*innen, Musiker*innen, Tänzer*innen, Filmemacher*innen und lyrisch begabte Künstler*innen aus Berlin und aller Welt umfasst.
Für diese besondere Ausgabe im Fotografiska Berlin präsentiert Poetry Meets ein Line-Up, dass ausschließlich Frauen, Femmes und geschlechtlich nicht-konforme Talente in den Mittelpunkt stellt.
Erwarte einen vielseitigen Abend bestehend aus intimen lyrischen und musikalischen Auftritten, spannenden Kurzfilmvorführungen sowie groovigen Sounds zum Ausklang.
Zudem lesen ausgewählte Autorinnen aus dem Debüt-Anthologiebuch von Poetry Meets, Togetherness (erhältlich ab dem 14. März im Museumsshop).
Dazu kommt eine kuratierte retrospektive Vorstellung von Highlights und besonderen Momenten aus dem vergangenen Jahrzehnt Poetry Meets, mit Fokus auf Frauen und geschlechtlich nicht-konformen Acts.
Alle sind zu diesem mehrsprachigen Erlebnis willkommen: Die Dichter*innen sprechen auf Deutsch, während Gotopo auf Spanisch performt. Der Rest wird auf Englisch mit einzelnen Teilen in Tigrinya und Yorùbá stattfinden.
Komm vorbei und werde inspiriert!
Mit dem Tickt kannst du am gleichen Tag alle Ausstellung im Museum besuchen. Letzter Einlass: 22:00 Uhr.
Line-Up
• Mario quest Blue (Saxofon)
• Oluwatoniloba (Lyrik)
• Toshín (Musik)
• Gotopo (Musik)
• Adalet (Lyrik, Saz)
• Sarah Tsehaye (Musik, Gitarre)
• Shagali von Naafia Naaheema (Film)
• Hawa von Mona Namér/Sanna Holm (Film)
• Gotopo von Juan Jiménez (Film)
PROGRAMM
19:00 Uhr – Einlass
20:00 Uhr – Eröffnung: Mario quest Blue
20:10 Uhr – Filmvorführung I: Shagali
20:15 Uhr – Eröffnungsrede
20:20 Uhr – Akt I: Adalet + Saz
20:35 Uhr – Akt II: Oluwatoniloba
20:45 Uhr – Filmvorführung II: Hawa
21:00 Uhr – Akt III: Sarah Tsehaye & Mitch
21:20 Uhr – Filmvorführung III: Gotopo
21:35 Uhr – Akt IV: Gotopo
22:00 Uhr – Akt V: Toshín
22:15 Uhr – Schlussworte
22:30 Uhr – Ende
ÜBER DIE GASTGEBER
Seit 2014 belebt Poetry Meets die Kreativszene als Ort für lokale und internationale Künstlerinnen, die sich auf den Werten Liebe, Frieden und Gemeinschaft beruht. Initiiert und kuratiert von der Künstlerin JumokeAdeyanju, ist Poetry Meets ein mehrsprachiges, genreübergreifendes Community-Event, das Dichter*innen, Musiker*innen, Tänzer*innen, Filmemacher*innen und lyrisch begabte Künstler*innen aus Berlin und aller Welt zusammenbringt.
ÜBER DIE KÜNSTLER*INNEN
MARIO QUEST BLUE
Mario quest Blue ist eine japanische Musikerin, Komponistin und in Berlin ansässige Saxofonistin und Flötistin. Mit dem Fokus auf Soul, R&B, Jazz und Hip-Hop kreiert sie einen gefühlvollen, emotionalen und sanften Sound.
OLUWATONILOBA
Oluwatoniloba Dreher-Adenuga ist Model, Content Creatorin, Dichterin und Moderatorin mit einer Leidenschaft dafür, ihre Community zu inspirieren und zu stärken. Aufgewachsen in Stuttgart, entdeckte sie ihre Liebe zur Poesie und Mode. Durch ihre Arbeit in der Mode, den Medien und bei Live-Events teilt sie nicht nur ihren Lebensstil und ihre kreative Vision, sondern webt auch ihren christlichen Glauben auf natürliche Weise in ihr Storytelling ein – sei es durch Social-Media-Beiträge oder ihre Videoserie Bible Tea with Toni, die biblische Wahrheiten auf moderne und nahbare Art vermittelt. In einer Branche, in der offenes Sprechen über den Glauben eine Herausforderung sein kann, nutzt sie ihre Plattform, um ihre Erfolge authentisch Jesus zuzuschreiben – und zeigt, dass Glaube und Kreativität gemeinsam gedeihen können, selbst an unerwarteten Orten.
GOTOPO
Gotopo ist eine vielseitige Sängerin, Komponistin, Produzentin und provokante Performerin, die die Zukunft in ihrer südamerikanischen Vergangenheit sieht. Sie beherrscht folkloristische Saiteninstrumente und schreibt von Techno inspirierte Songs, die ein afro-indigenes Erbe offenbaren.
Geboren in Venezuela und in Berlin lebend, verkörpert sie die Kollision von Welten: das Heilige und das Synthetische, das Archaische und das Futuristische, das Kraftvolle und das Zarte. Ihr Sound vereint tribaleRhythmen, klassische Ausbildung, elektronische Produktion und poetische Rebellion – eine genreübergreifende Reise, verwurzelt im Ritual und aufgewachsen im Rave.
Im Mittelpunkt von Gotopos Arbeit steht der Tanz zwischen Wut und Freude. Ihre Texte sprechen von politischer Erschöpfung, diasporischer Erinnerung, Liebe, Überleben und Stärke – stets begleitet von einem Beat, der den Körper bewegt, und einem Geist, der die Seele erhebt. Sie nennt es ,,Ancestral Futurism meets Club Resistance” – Musik als Protest, als Feier, als Zeremonie.
Gotopo ist eine Stimme zwischen den Welten: eine Latina in Deutschland, eine Tochter vergessener Geschichten, eine Rebellin mit tiefer Liebe zum Leben. Ob sie auf einer Festivalbühne performt oder im Studio klangliche Zauberformeln erschafft – sie lädt ein in einen Raum, in dem Verletzlichkeit zur Stärke wird und Rhythmus zum Widerstand.
TOSHÍN
Toshín ist eine in Nigeria geborene, in Irland aufgewachsene Künstlerin, bekannt für ihre kraftvolle Stimme und ihre elektrisierenden Bühnenauftritte. Mit einer Mischung aus Soul, R&B, Afro-Pop, Rock und theatralem Storytelling schafft sie immersive Performances, die das Publikum mit purer Emotion, lebendiger Energie und Authentizität fesseln.
Als feste Größe in Irlands Live-Musikszene hat Toshín auf Festivals wie Electric Picnic und All Together Now performt und dabei die Bühne mit Ikonen wie Macy Gray, Gregory Porter, Madness und Tank and The Bangas geteilt.
Ihre Kunst wird von einer Leidenschaft für Storytelling und Empowerment angetrieben, wobei sie Musik nutzt, um eine tiefe Verbindung zu ihrem Publikum herzustellen. Ob in intimen Locations oder auf großen Bühnen – Toshíns Fähigkeit, unvergessliche Erlebnisse zu schaffen, hat sie als aufsteigenden Star in der heutigen Musikszene etabliert.
ADALET
Das politische It-Girl Adalet macht sich laut – auf der Bühne und abseits davon. In ihrer Kunst verarbeitet sie Erfahrungen aus der Vergangenheit und dem Alltag einer kurdischen/alevitischen Transfrau of Color.
Sie hat auf verschiedenen Plattformen performt, unter anderem mit der Komikerin Jilet Ayşe, in einer Radiosendung bei Radioeins sowie bei Veranstaltungen wie Iç-Içe, dem PxP Festival und Women Writing Berlin Lab, und spricht dabei Themen wie die Assimilation kurdisch-alevitischer Menschen, Sexismus sowie die Intersektionalität von Queerfeindlichkeit und Rassismus an.
Sie ist nicht nur Psychologiestudentin, sondern auch Model für wir sind uns, war im Missy Magazine 2024 vertreten, im Kalender des Kaltblut Magazine 2023 und gewährte in Liebe ist Halal 2025 einen kurzen Einblickin ihr Leben. Auch wenn es sie freut, dass das Publikum ihren Performances lauscht, möchte sie die Menschen ermutigen, aus ihrem Schweigen herauszutreten und für sich selbst einzustehen.
SARAH TSEHAYE
Sarah Tsehaye ist Sängerin und Songwriterin aus Köln, mit eritreischen Wurzeln und einer Stimme, die trägt. Ihre Songs erzählen von Heilung, Selbstermächtigung und der Suche nach Identität – persönlich, verletzlich und mit Resilienz.
Mit ihrem Debütalbum Life Has Just Begun öffnet sie ein neues Kapitel: ein Innehalten, einen Aufbruch, ein Sich-selbst-Wiederfinden. Ihre Musik schafft Räume, in denen Gefühle Platz haben dürfen – zwischen Soul, urbanen Sounds und ehrlichem Storytelling.
ÜBER DIE FILME
SHAGALI
Ein Kurzfilm von Naafia Naaheema
In SHAGALI (2021) fängt Naafia Naahemaas künstlerische Handschrift den unbeugsamen Geist von Yaa Asantewaa ein, verkörpert durch Generationen von Frauen. Der Film wird nun von The Sacred Imprint (2025) eröffnet, einer bewegten Bildarbeit, die einen aufgezeichneten Libationsakt zeigt: Älteste wenden sich an Vorfahren, territoriale Geister und Gottheiten, um Führung und Schutz zu erbitten. Diese rituelle Anrufungbildet die spirituelle Schwelle, durch die sich der Film entfaltet.
HAWA
(„Luft" auf Darija) Ein Film von Mona Namér und Sanna Holm (Marokko, Schweden)
Auf einer Reise durch Erinnerungen an Identität und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit begleiten wir ein persönliches Porträt von Mona, die durch die Insel Gotland streift. Im inneren Dialog mit ihrer Mutter Fatima trägt deren Stimme sie zurück nach Marokko – zum nostalgischen Blues, den Kreisen der Gemeinschaft, dem Gefühl des Halben und Ganzen und der tiefen Verbundenheit mit der Natur.
GOTOPO: The Sound of My Destiny
Kurze Biografie über Gotopos Leben als Musikerin von Juan Jiménez
Der preisgekrönte Dokumentarfilm gibt einen intimen Einblick in Gotopos frühe Jahre als Expatriate – auf der Suche nach einem kreativen Umfeld und künstlerischen Durchbrüchen, Tausende von Kilometern von zu Hause entfernt. Ohne Freunde, Familie oder Kontakte in Berlin entschied sich Gotopo bewusst für eine isolierte Umgebung, in der sie als Künstlerin aufblühen konnte.