Ausstellungseröffnung: James Nachtwey – Memoria
Wir würdigen die Kraft der Fotografie, Zeugnis abzulegen und Veränderungen anzustoßen – durch Gespräche und Musik, die Grenzen infrage stellen
Bildquelle: Kabul, Afghanistan 1996 © James Nachtwey Archive, Hood Museum of Art Dartmouth
Begleite uns zur Eröffnung von James Nachtwey – Memoria, einer Ausstellung, die das kompromisslose Engagement des Fotografen für die Dokumentation von Konflikt, Leid und menschlicher Würde nachzeichnet.
Der Abend beginnt mit einer musikalischen Reise von Musiker*innen der Barenboim-Said-Akademie, die von Daniel Barenboim und Edward Said gegründet wurde. Mit ihrer Mission – erlernte Grenzen durch Musik zu hinterfragen – lädt sieMusiker*innen aus dem Nahen Osten ein, sich einander zu begegnen und auseinanderzusetzen als auch das zu überwinden, was sie trennt.
Daraufhin folgt der zentrale Teil des Programms – ein Gespräch zwischen James Nachtwey und Dr. Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland. In diesem geht es darum, wie Bilder das öffentliche Bewusstsein prägen, Ungerechtigkeit sichtbar machen und welche gemeinsame Verantwortung Journalismus, Recht und Menschenrechtsarbeit tragen. Gegen Ende ist es im Rahmen eines Q&A möglich, den beiden eigene Fragen zu stellen.
Anschließend kannst du dein Ticket nutzen, um dir alle Ausstellungen im Museum anzusehen, inklusive der von James Nachtwey.
Bitte beachte, dass das Gespräch auf Englisch stattfindet.
Über die Speakerin
Dr. Julia Duchrow, Secretary General of Amnesty International in Germany
Dr. Julia Duchrow wurde am 1. November 2023 zur Generalsekretärin der deutschen Abteilung ernannt. Bei Amnesty war sie zuvor Stellvertretende Generalsekretärin und Mitglied der Geschäftsleitung. Bis zu ihrer Rückkehr zu Amnesty International im Jahr 2019, hat die im Völkerrecht promovierte Juristin, acht Jahre das Ressort Menschenrechte & Frieden bei Brot für die Welt geleitet. Dem ging eine zehnjährige Tätigkeit als asylpolitische Referentin von Amnesty International voraus.
Sie war gewähltes Mitglied des Koordinierungskreises des Forum Menschenrechte (2011 bis 2023) und stellvertretendes deutsches Mitglied im Verwaltungsrat der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (2017 bis 2022). Von 2015 bis 2018 war sie zudem im Beirat Zivile Krisenprävention im Auswärtigen Amt. Aktuell ist sie Mitglied im Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte und im Beirat des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR).
ÜBER DEN KÜNSTLER
James Nachtwey (geb. 1948) zählt zu den wichtigsten Fotojournalisten der letzten fünf Jahrzehnte. Seit 1981 dokumentiert er weltweit Konflikte und gesellschaftliche Umbrüche. Er arbeitete ab 1984 als Vertragsfotograf für TIME, war von 1986 bis 2000 Mitglied von Magnum Photos und von 2001 bis 2008 bei der von ihm mitbegründeten Agentur VII. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Ehrungen: fünfmal die Robert Capa Gold Medal, achtmal den Titel Magazine Photographer of the Year, außerdem zweimal World Press Photo of the Year, den Dan David Prize, den TED Prize und den Princess of Asturias Award. Arbeiten Nachtweys sind in wichtigen internationalen Institutionen vertreten, etwa im Museum of Modern Art, im Whitney Museum of American Art, im San Francisco Museum of Modern Art, im Museum of Fine Arts in Boston, in der National Gallery in Washington, D.C., im Centre Pompidou und im Getty Museum. 2001 wurde Christian Freis War Photographer, ein Dokumentarfilm über James Nachtweys Leben und Arbeit, für einen Academy Award nominiert.
Über die Barenboim-Said Academy
Seit 2016 bildet die staatlich anerkannte Barenboim-Said Akademie begabte junge Musiker*innen, hauptsächlich aus dem Nahen Osten und Nordafrika, im pädagogischen Geist von Edward Said und Daniel Barenboim, aus.
Die beiden engen Freunde gründeten 1999 in Weimar das West-Eastern Divan Orchestra mit dem Ziel, junge arabische und israelische Musiker*innen zusammenzubringen. Die Barenboim-Said Akademie wurde als konsequente Weiterführung des Geistes und der Mission des West-Eastern Divan Orchestra gegründet. Benannt nach den Gründern und prägenden Persönlichkeiten des Orchesters und mit einem entsprechend von ihrer Initiative inspirierten Lehrplan,verpflichtet sich die Barenboim-Said Akademie der Ausbildung einer neuen Generation von Musiker*innen.