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Bob Jones

587 Blitze

Scan eines Frauenkörpers der beige Unterwäsche und eine Brille trägt

Worin liegt das Wesen eines Selfies? Wie ist das Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt, wie das zwischen Mensch und Technik? In ihrer Arbeit 587 Blitze nähert sich die Berliner Fotografin Bob Jones dem Thema des fotografischen Selbstbildes in einem intensiven, radikal körperlichen Prozess an.

Für das Projekt entwickelte Jones Lochkameras aus dem 3D-Drucker und setzte den gängigen Apparaturen der Bildproduktion bewusst ihre eigenen entgegen. Für die Aufnahmen verwendete sie zehn Studioblitze mit einer Gesamtleistung von etwa 9.600 Wattsekunden.

„Normalerweise spürt man beim Fotografieren keine physische Reaktion, aber bei dieser Intensität und der extremen Nähe zu den Lichtquellen wurde die körperliche Wirkung des Lichts unmittelbar spürbar. In einigen Blitzen sind UV-Licht-Anteile enthalten, und durch die enorme Lichtmenge kann man tatsächlich einen Sonnenbrand bekommen."
– Bob Jones

In einem anderen Teil der Arbeit setzt sich die Künstlerin mit der Schnittstelle von analogen und digitalen Medien auseinander. Mit dem Smartphone machte sie Selfies – in Dunkelheit und auf großen Fotopapierrollen, die so belichtet wurden.

„Hier ging es mir um radikale Gleichzeitigkeit. Während das Blitzlicht des Smartphones meinen Körper direkt auf das Papier einschreibt, wird mein Abbild im selben Moment digital in den Chip eingeschrieben. Ich habe dabei eine seltsame Vervielfachung meines Selbst gefühlt: Ich bin gleichzeitig physisch auf dem Papier präsent und bereits als digitaler Datensatz existent.“
– Bob Jones

CREDITS

Die Ausstellung wurde von Marie-Luise Mayer, Exhibitions Manager bei Fotografiska Berlin, in Zusammenarbeit mit der Künstlerin kuratiert, und in Partnerschaft mit IFA Berlin und Volkswagen R, mit freundlicher Kooperation mit unserem Fotografie Druck Partner WhiteWall produziert.

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