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Carola Lampe

Tell Me What To See

Tell me what to see © Carola Lampe

Künstliche Intelligenz, Algorithmen und andere digitale Technologien steuern längst große Teile unseres Alltags – oft ohne, dass wir es merken. Die Fotografin und Künstlerin Carola Lampe setzt sich bereits seit Jahren mit dieser Entwicklung auseinander. In ihrem Projekt Tell Me What To See schiebt sie Realität und Künstlichkeit so weit ineinander, dass alle Grenzen verschwimmen.

„Ich wollte Realität und Künstlichkeit gegenüberstellen und aufzeigen, wie sich diese Verschiebungen vollziehen: in der Wahrnehmung, im sozialen Gefüge, im Stadtbild, in der Arbeitswelt, vielleicht auch in kognitiven Prozessen.“
– Carola Lampe

Ihr Arbeitsprozess war dabei ebenso handwerklich wie konzeptionell: Zunächst begab sie sich auf die Straße, um im Stil der klassischen Street Photography Bilder einzufangen, die den theoretischen Unterbau des Projekts visuell untermauern. Im zweiten Schritt inszenierte sie im Studio sorgfältig komponierte Szenen, die bewusst die Frage aufwerfen: Handelt es sich noch um fotografierte Realität oder bereits um computergenerierte Fiktion? Die dritte Ebene ihres Schaffens war experimenteller Natur: Hier entstanden KI-generierte Bilder, Screenshots aus 3D-Umgebungen sowie Manipulationen durch Photoshop und andere KI-Tools. Als Softwareentwicklerin nutzt sie bewusst die Kamera – ein klassisches, fast analoges Werkzeug – um Bilder zu erzeugen, die maschinell wirken. Diese bewusste Ambiguität ist kein Zufall, sondern zentraler Bestandteil ihrer künstlerischen Strategie.

„Schon jetzt verändert sich unser Verhältnis zur Wahrheit: Bildern, Stimmen oder Videos kann man nicht mehr ohne Weiteres vertrauen. Digitale Medien verschieben unsere Wahrnehmung von Realität grundlegend.“
– Carola Lampe

Die Ausstellung lädt ein, sich auf ein Spiel mit der eigenen Wahrnehmung einzulassen. Während einige Bilder beim genauen Hinsehen als computer-generiert erkennbar sind, gibt es auch Bilder, bei denen das nicht so eindeutig ist. Und genau das ist so gewollt:

„Die Irritation gehört dazu: dass man sich beim Betrachten nicht auf sicherem Boden befindet, nicht weiß, womit man es zu tun hat.“
– Carola Lampe

CREDITS

Die Ausstellung wurde von Marie-Luise Mayer, Exhibitions Manager bei Fotografiska Berlin, in Zusammenarbeit mit der Künstlerin kuratiert, und in Partnerschaft mit IFA Berlin und Volkswagen R, mit freundlicher Kooperation mit unserem Fotografie Druck Partner WhiteWall produziert.

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ÜBER EMERGING BERLIN

Emerging Berlin ist ein Open Call auf der Fotografiska Emerging-Plattform. Er fördert und präsentiert aufstrebende Bildschaffende mit einer einzigartigen visuellen Sprache, deren fotografisches Schaffen Berlin prägt, abbildet und mitgestaltet. Die ausgewählten Künstler*innen erhalten eine Einzelausstellung in der Graffiti-Halle von Fotografiska Berlin.

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